Das im Fahrzeugbau verwendete Autoglas ist für die Seiten und Heckfenster hauptsächlich ein einfaches Sicherheitsglas, welches bei Zerstörung in zahllose kleine Splitter zerfällt und somit das Verletzungsrisiko verringert. Die Frontscheibe dagegen ist ein Verbundsicherheitsglas, welches aus zwei Glasschichten und einer dazwischen liegenden Folie besteht. Die Folie hält das Autoglas im Falle einer Zerstörung weitestgehend zusammen und verhindert das Umherfliegen von Glassplittern.
Durch diese Bauweise ist es möglich zahlreiche zusätzliche Eigenschaften in die Frontscheibe mit einzubauen. So können Frontscheiben Heizelemente, Regensensoren und Sonnenschutzstreifen besitzen, die direkt bei der Herstellung des Autoglases mit eingelassen werden. Andere Merkmale einer Frontscheibe können eine bestimmte Färbung sowie wasser- und schmutzabweisende Eigenschaften sein.
Die Frontscheibe hält nicht nur Wind und Schmutz sowie Regen und Eis zuverlässig fern, sondern macht das Autofahren auch viel sicherer. Sie trägt maßgeblich zur Stabilität des Fahrzeuges bei, solange sie unbeschädigt ist. Bei einer Beschädigung des Autoglases muss sie dennoch nicht zwangsläufig ausgetauscht werden. Frontscheiben lassen sich kostengünstig reparieren, wenn die beschädigte Stelle nicht zu groß ist und nicht im Sichtfeld des Fahrers liegt. Es muss darauf geachtet werden, dass die Stelle, die zum Beispiel durch Steinschlag entstanden ist, nicht mit Dreck verunreinigt wird.
Dann kann unter Benutzung eines speziellen Kunstharzes das Autoglas repariert werden. Das Kunstharz härtet farblos aus und stellt die Haltbarkeit der Scheibe wieder her. Sofern keine Verunreinigungen in der Schadstelle vorhanden waren, ist die Transparenz der Scheibe fast vollständig wieder herstellbar und mit bloßem Auge nur noch schwer zu erkennen. Daher sollte eine entsprechende Reparatur nur von einer spezialisierten Fachwerkstatt durchgeführt werden, die das Autoglas mit den dafür vorgesehenen Mitteln wieder herstellen kann.